Sebastian Kurz hat "seinen" Machiavelli gut studiert18. Mai 2019 09:43

Die große Ausstrahlung von Kurz ist indiziert durch seine blendende Rhetorik und sein vorteilhaftes Aussehen, wodurch er tatsächlich dem Leitbild von Machiavelli viel näher kommt als viele vor ihm.

Sebastian Kurz hat "seinen" Machiavelli gut studiert'

Quelle: DiePresse


Machiavellismus ist eine im 16. Jahrhundert aufgekommene Bezeichnung für eine Niccolò Machiavelli (1469–1527) zugesprochene' politische Theorie, nach der zur Erlangung oder Erhaltung politischer Macht jedes Mittel unabhängig von Recht und Moral erlaubt ist.' Machiavellismus ist zumeist negativ konnotiert und wird abwertend verwendet. Inwieweit Machiavelli wirklich einen Machiavellismus vertreten hat, ist umstritten. Machiavellismus wird in der Psychologie als Persönlichkeitsmerkmal verwendet und ist auch Bestandteil des Konzepts Dunkle Triade.

Die politische beziehungsweise praktische Philosophie des Machiavellismus, die sich als politischer Realismus versteht, vertritt die Auffassung des jeweiligen Herrschers mit dem Ziel der Sicherung des eigenen Erfolges

durch uneingeschränkte Macht, durchgesetzt mit Gewalt,
durch unkontrollierten Machtgebrauch und
unbegrenzten Machterwerb.

'Seine politischen Handlungen sollen keinen moralischen oder ethischen Kriterien unterworfen werden. Die Kategorien Wahr und Gut im Handeln werden ausgeschaltet oder auf die der Nützlichkeit reduziert. Soziale Bezugspunkte werden nur in Betracht gezogen, insofern sie für die Berechnung des politischen Erfolgs von Bedeutung sind.'
Diejenige Macht und Herrschaft gilt als die „beste“ oder „geeignetste“, in der das politische Ziel des oder der Herrschenden adäquat verwirklicht wird. Als allgemeines Prinzip gilt somit: Der Zweck heiligt die Mittel. Die Grundsätze des Machiavellis sind jedoch nur von Vorteil, insofern der ausführende Herrscher das nötige strategische Denken besitzt. Dies ist unmittelbar mit der Gunst des Augenblickes verbunden

Quelle: Wikipedia

Letzte Änderung: 18. Mai 2019 09:56